Haziel - Schale aus Pappmaché

Gott der Barmherzigkeit

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Engelschor: Cherubin
Prinz: Raziel
Regiert die Tage: 28.03., 09.06., 21.08., 02.11., 14.01.
Glückszahl: 8
Wandlungsmonat: August
Tarot-Symbolik: Die Gerechtigkeit
Zeitfenster seiner irdischen Präsenz: von 2 Uhr 40 bis 3 Uhr
Psalm: 24

Wie uns der Engel hilft: Haziel steht den Menschen bei jeder Frage nach der Vergebung von Fehlern bei. Er wird gerufen, um Versöhnung zu vollbringen - sowohl mit denen, die uns angegriffen haben, als auch mit denen, die von uns angegriffen wurden. Er schützt gegen Hass und gegen Täuschung und arbeitet für die Einlösung von Versprechungen, die uns gemacht worden sind.

Einfluss auf den Geburtstag: Haziel verleiht Sinn für Harmonie. Diejenigen, die unter seinem Einfluss geboren sind, haben großes Einfühlungsvermögen und sind deswegen in der Lage, zwischen zerstrittenen Parteien effektiv zu vermitteln. Sie üben gern Berufe aus, welche die Gerechtigkeit fördern oder wiederherstellen. Sie können aber auch eine sehr kriegerische Seite entwickeln, aufgrund derer der Weg zur Eintracht stark erschwert wird.

Das Gegenprinzip: Es macht zerstörerisch. Der Sinn für Gerechtigkeit wird zwar nicht ausgeschaltet, die Menschen tendieren aber dazu, die kleinsten Fehler mit schrecklichen Bestrafungen zu vergelten. Selbstjustiz wird ausgeübt.


Bastelanleitung:

 

Schale aus Pappmaché (Grundanleitung)


Material:
  • Zeitungsblätter
  • Kleister und Pinsel
  • Acryl-Gesso (Acryl-Halbkreidegrund) oder Wandfarbe (Dispersionsfarbe) zum Grundieren
  • Schleifpapier mittlerer Körnung
  • Acryl- oder Plakatfarben und Pinsel
  • Klarlack und ggf. Diamant-Lack (aus der Sprühdose)
  • Bleistift (HB)

Anleitung:
Pappmaché ist ein altes und dankbares Material. Mit einem einfachen Verfahren für das Recycling vom Zeitungspapier lassen sich extrem kostengünstig anspruchsvolle Gegenstände herstellen. Besonders in den Monaten, in denen geheizt wird, ist die Arbeit mit Pappmaché eine hervorragende Basteloption, weil die Heizungsluft die Trocknungszeit stark verkürzt.

Für die Herstellung von Gegenständen aus Pappmaché existieren mehrere Techniken. In diesem Bastelprojekt präsentieren wir die einfachste von allen. Diese Technik kennen einige von uns sogar aus dem Kindergarten. Die Anleitung ist kinderleicht! Die Schale werden wir diesmal NICHT wasserfest machen!

An erster Stelle wird die "Form" für die Schale ausgewählt. Hier fiel die Wahl auf eine Tupperware-Schale mit ca. 24 cm Durchmesser und ca. 7 cm Höhe. Diese Schalengröße ist sehr nützlich. Man kann sie gut mit Nüssen oder ein paar Äpfeln füllen.

Diese Form wird mit Frischhaltefolie umgewickelt. Viele Pappmaché-Anleitungen schlagen vor, die Form stattdessen einzufetten oder einzuölen. Wir haben damit nicht immer die beste Erfahrung gemacht, so dass wir die Anwendung der Frischhaltefolie bevorzugen. Beim Umwickeln der Schale ist zu beachten, dass die Frischhaltefolie so glatt wie möglich gezogen wird. Da hier nur die äußere Seite der Schale für die Arbeit von Bedeutung ist, kann man die Frischhaltefolie gut spannen und auf die Innenseite der Schale mit Klebeband fixieren:

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Ist die Form fertig bezogen, wird der Kleister vorbereitet. Am besten benutzt man einen Kleister, der für Raufaser- oder schwere Prägetapeten geeignet ist. Der Kleister wird dann mit der Hälfte der Wassermenge gerührt, die der Hersteller empfiehlt. Ist der Kleister für die Anbringung von Raufasertapeten im Verhältnis 1:20 zu rühren, wird er für Pappmaché im Verhältnis 1:10 gerührt.

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Nun werden die Zeitungsstreifen mit den Händen gerissen. Benutzen Sie auf gar keinen Fall eine Schere, um die Streifen zu schneiden, damit das Papier keine harte Kante bekommt. Am besten arbeitet man mit Papierstreifen, die ca 2 cm breit und 4 cm lang sind. Diese Streifengröße gibt der Schale eine gute Stabilität und ist zugleich leicht anzubringen. Denn die eingekleisterten Papierstreifen müssen flach und faltenfrei auf die Form gelegt werden!

Decken Sie die Schale zuerst mit drei bis vier Schichten Zeitungsstreifen und lassen Sie die Papiermasse zumindest oberflächlich trocknen. Erst nach der Trocknung gibt man weitere drei bis vier Schichten dazu. Eine stabile Schale verlangt ca. 16 Schichten Zeitungspapier.

Es ist wichtig, dass die Papierstreifen die Schale gleichmäßig bedecken. Am besten arbeitet man kreisförmig, um Kontrolle darüber zu haben, ob eine bestimmte Schicht auf die ganze Schale gelegt wurde. Dabei muss man unbedingt auf die Gestaltung der Ränder der Schale achten.


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Nachdem die letzte Schichte Papier geklebt wurde (wir reden von ca. 16 Schichten insgesamt), wird die ganze Oberfläche der Schale mit Kleister bestrichen. Nun muss die Schale gründlich trocknen. Auch bei sehr trockener Heizungsluft ist es empfehlenswert, das Objekt nicht weniger als 48 Stunden an einem warmen Ort ruhen zu lassen.

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Nach dieser Zeit wird die Pappmaché-Schale vorsichtig aus der Form gelöst. Wenn Schwierigkeiten auftreten, um die Pappmaché-Schale aus der Form zu lösen, ist die Arbeit noch nicht genug trocken! Bei der Trennung von der Form muss sich die Pappmaché-Schale hart und stabil bzw. formbeständig zeigen.


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Die Innenseite der Pappmaché-Schale, die im Kontakt mit der Frischhaltefolie war, wird wahrscheinlich noch etwas feucht sein. Aus diesem Grund muss sie jetzt noch ein paar Stunden Trocknungszeit haben, bevor sie weiter verarbeitet werden kann.

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Es passiert oft bei der Herstellung von Pappmaché-Schalen, dass der Rand etwas dünn gerät. Ist das der Fall, wird der Rand mit weiteren Papierstreifen verstärkt. Am besten klebt man diese Streifen senkrecht von außen nach innen den Rand entlang. Nach dieser Prozedur muss die Schale natürlich wieder trocknen.

Manche Pappmaché-Künstler nutzen diesen Arbeitsschritt, um den Rand zu modellieren bzw. ihm eine besondere Form zu geben. Da wir aber die Schale mit einer zentralen Figur bemalen möchten, lassen wir den Rand neutral und unauffällig.

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Ist die Pappmaché-Schale vollständig getrocknet, wird sie mit Acryl-Gesso oder Wandfarbe grundiert. Die Grundierung wird zweimal auf die Innen- und zweimal auf die Außenseite der Schale aufgetragen. Zwischen beiden Schichten muss man die Grundierung gut trocknen lassen.

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Nachdem die Grundierung vollständig getrocknet ist, wird die Schale mit Schleifpapier bearbeitet. Hier ist nicht das Ziel, die Oberfläche ganz glatt zu bekommen, sondern nur gleichmäßiger. Dafür benutzt man am besten Schleifpapier mittlerer Körnung. Hier wurde mit Körnung 120 gearbeitet und wir haben das Schleifpapier um einen Küchenschwamm gewickelt, um die Wölbungen besser zu bearbeiten. Man kann sich natürlich auch einen Schleifschwamm besorgen.

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Nun kommen wir zu unserem Motiv: ein "Feuerengel"!

Zuerst wird der Engel mit Bleistift skizziert. Die Schritt-für-Schritt-Entwicklung unseres Motivs ist in den folgenden Bildern zu sehen:

1) Gesichtskonturen:

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2) Haar:

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3) Hals, Schulter und Flügel:

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4) Augenbrauen und Nase:

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5) Mund:

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6) Augen und Heiligenschein:

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7) Flügelknochen:

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Damit man testet, ob die Figur später eine plastische Wirkung haben wird, verwischt man den Beistift so, dass Hell-Dunkel-Kontrast entsteht. Haben Sie keine Angst, wenn das Bild zu dunkel wird. Nach Bedarf kann man radieren und die vielen Schatten helfen später, ein stimmungsvolles Bild zu gestalten.

Anmerkung: In diesem Arbeitsschritt haben wir uns entschieden, die Bildkomposition durch einen Mond im oberen Bereich des Bildes zu verbessern. Der Mond ist auf dem übernächsten Bild zu sehen.

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Anschließend wird der Engel bemalt. Wir werden uns hier auf fünf Farben beschränken: Lichter Ocker, Sienna Gebrannt, Kadmiumrot, Braun und Schwarz. Streichen Sie alle Farben mit dem Pinsel auf einem Teller gut hin und her, bevor sie mit ihnen malen, damit die Farbe geschmeidiger wird. Nach Bedarf fügen Sie etwas Wasser hinzu. Manchmal reicht es schon, wenn der Pinsel in Wasser getaucht wird, mit dem man die Farbe verarbeitet

Zuerst ziehen wir die Konturen (Outlines) mit Sienna Gebrannt nach. Wir haben einen alten, schon etwas hart gewordenen Pinsel benutzt und mit ihm die Bleistiftzeichnung gut verwischt:

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Zu dem Rest von der Farbe Sienna Gebrannt geben wir Lichter Ocker, um eine Art "Hautfarbe" zu mischen:

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Mit etwas mehr Lichter Ocker wird diese "Hautfarbe" aufgehellt, um den Schulter- und Brustbereich, die Flügelknochen und den Mond zu malen:

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Zu dem Farbrest auf dem Mischteller wird nun Braun gegeben, um einen steinigen Ton für die Flügel zu mischen. Auf die Flügel wird die Farbe mit senkrechten, unregelmäßigen Pinselstrichen flächendeckend aufgetragen. Mit dem trocknen Pinsel schattiert man anschließend noch den Hals:

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Um die Haarpracht zu malen, gibt man Kadmiumrot auf den Teller und mischt diese Farbe mit dem vorhandenen Farbrest.

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Ist die Fläche der Flügel trocken, bekommt sie mehrere Pinselstriche in Lichter Ocker und Kadmiumrot, um die Federn zu simulieren:


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Nun wird der Himmel schwarz bemalt. Die Gesichtszüge und der Heiligenschein werden mit Sienna Gebrannt und einem sehr feinen Pinsel betont:

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Das Bild ist nun fertig und muss gut trocknen:

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Anschließend wird die ganze äußere Seite der Schale mit der Farbe Schwarz bemalt und zum Trocknen gebracht:

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Eine schöne Option, um die äußere Seite der Schale festlicher zu gestalten ist der so genannte "Sprühlack mit Diamanteffekt" - ein Lack mit feinen Glitzer-Partikel. Wir haben das Produkt der Firma Belton verwendet. Wir hatten noch eine alte Dose davon. Das Produkt ist sehr ergiebig, trocknet schnell, muss aber unbedingt mit einer Klarlack-Schicht fixiert werden!

Vergessen Sie nicht, Sprühlack immer im Freien bei trockenem Wetter aufzutragen!

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Die Firma Belton emfiehlt, den "Diamant-Effekt" mit einem Spezial-Klarlack zu fixieren. Um die Kosten unserer Schale im tragbaren Rahmen zu halten, haben wir aber einen Universal-Klarlack (glänzend) benutzt, den wir zur Verfügung hatten. Der Klarlack wird in zwei dünnen Schichten aufgetragen. Zwischen den Schichten muss man den Lack gut trocknen lassen.

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Ist der Klarlack auf der äußeren Seite der Schale trocken, wird auch die innere Seite bzw. das Motiv mit Klarlack besprüht. Auch hier arbeitet man in zwei dünnen Schichten mit Trocknungszeit dazwischen. Unsere Schale ist zwar nicht wasserfest, aber durch den Lack wird sie  widerstandsfähiger.

Die Pappmaché-Schale mit Engelmotiv ist fertig!


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Diese Anleitung können Sie für die Herstellung mehrerer Gegenstände verwenden. Sie können sowohl die Schale anders bemalen als auch das bemalte Motiv für ein anderes Bastelprojekt nutzen. Es ist auch möglich, aus dem "Feuerengel" ein "Wasserengel" zu machen, indem man mit ganz anderen Farbtönen arbeitet.

Pappmaché hat einen ganz bestimmten Charakter, passt aber genau deswegen in jeder Dekoration. Ein elegantes Geschenk für sich selbst oder für die Liebsten zum Geburtstag, Muttertag oder Weihnachten!

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